Elektrisch in den Süden

Tag 0 – Wenn jemand eine Reise tut…

… dann kann er was erzählen.

Und genau das möchte ich hier tun. Ich möchte erzählen von der Reise die ich unternehme, von den Erfahrungen und den Begegnungen die ich habe, von den Straßen und Wegen die ich befahre. Mal werde ich berichten durch Worte, mal durch Bilder.

Das wichtigste zuerst: Ich muss die Reise nicht allein antreten, sondern freue mich eine Begleitung an meiner Seite zu haben: Einen Mit-Fahrer, einen Mit-Entdecker, einen Mit-Erleber, einen Mit-am-Steuer-Singer, einen Mit-Unterhalter, einen Mit-am-Strand-Spazierengeher und einen Mit-Schlemmer. Er hat mich auf meinem letzten Trip schon begleitet und ich freue mich dass mein Freund und Gefährte Matti wieder dabei ist und somit den Grund-Spaßfaktor des Urlaubs schonmal mindestens verdoppelt.

Nun zum Plan für diesen Trip:

Das Ziel ist simpel – Wir möchten mit dem Auto den südlichsten Punkt von Kontinentaleuropa erreichen. Dies ist die kleine Ortschaft Tarifa in Andalusien, beziehungsweise die kleine Insel „Isla de Tarifa“ die zu Fuß von Land aus erreichbar ist. Um dort hin zu kommen werden wir einmal Frankreich durchqueren und dann die Ostküste Spaniens entlangfahren bis wir am südlichsten Punkt angekommen sind, direkt bei Gibraltar. Die einfache Wegstrecke beträgt ca. 2300 Kilometer. Mehr als diesen Plan gibt es nicht – Welche Zwischenziele wir ansteuern, wo wir übernachten, was wir unterwegs entdecken – all das ist völlig offen.

Die gesamte Strecke werden wir mit meinem Elektroauto zurücklegen, das ich seit Februar fahre: Ein Tesla Model 3. Das bedeutet dass wir emissionsfrei unterwegs sein werden, an unseren regelmäßigen Ladestopps 100% Ökostrom laden und dass die Kosten für die Reise im Vergleich zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor deutlich geringer ausfallen werden.

Dieser Reisebericht soll auch dazu dienen aufzuzeigen wie das elektrische Reisen auf Langstrecken funktioniert, was es zu beachten gibt und auf was man sich einstellen kann.

Mein Model 3 namens Millennium Falcon

Kurz vorweg: Das ist nicht mein erster längerer Trip in diesem Auto, daher habe ich schon Erfahrungen gesammelt was das Langstreckenreisen angeht. Bei einem Tesla gibt es aber gar nicht so viel zu beachten, um ehrlich zu sein. Mehr dazu erfahrt ihr in den kommenden Tagen, vielleicht kann ja auch der eine oder andere etwas dabei lernen.

Nun freuen wir uns sehr dass es morgen losgeht, das Auto ist gepackt, der Akku ist voll und das erste Zwischenziel ist angepeilt; um 6 Uhr geht es los auf die erste Etappe.

Schön dass du hier mitliest und wir wünschen gute Unterhaltung beim weiterlesen!

Tag 1 – Minerve

Den ersten Tag starteten wir mit einem kurzen Frühstück in Casa Dobler und kurz nach 6 Uhr gings ab auf die Straße. Das erste Zwischenziel zum kurzen Zwischenladen erreichten wir nach etwa 2,5 Stunden Fahrt.

Wir sind morgens mit 90% im Akku gestartet und konnten somit an den ersten drei Superchargern vorbeidüsen. Der erste Halt war dann in Mulhouse kurz hinter der französischen Grenze, über die wir ohne Kontrolle geschlüpft sind. Dort haben wir unsere noch müden Körper etwas gestreckt und für 15 Minuten geladen, dann konnten wir weiter fahren.

Nächster Stop war der Supercharger in Besancon, wo wir eine Frühstückspause einlegten, ein paar Nougatbits verköstigten und im benachbarten Hotel auf die Toilette gehen konnten. Dadurch hatten wir so viel Strom im Akku dass die nächste Teilstrecke eine längere wurde – 230km bis nach Lyon. Dort gibt es drei Supercharger im Umkreis des Stadtgebiets, wir haben uns den rausgepickt der am nächsten an unserer Route lag.

Frühstück im Auto

Hier kommt mal etwas „Ladekunde“ für die Interessierten:

Wir werden für den gesamten Trip ausschließlich die hauseigene Ladeinfrastruktur von Tesla verwenden. Diese Schnellladestationen sind strategisch über ganz Europa verteilt und heißen Tesla Supercharger. Sie sind Tesla-exklusiv und für viele Käufer eines der wichtigsten Argumente, sich für einen Tesla zu entscheiden statt für eine andere Marke. Das Supercharger-Netzwerk ist das am besten ausgebaute Netzwerk an Schnellladestationen der Welt und wird ständig erweitert.

Das Europäische Supercharger-Netzwerk

Ganz grundsätzlich kann man einfach den Zielort im Auto eingeben und das Auto plant dann eine geeignete Route in der alle Ladestopps eingerechnet werden und man bekommt gasagt wann und wie lange man wo laden sollte. Diese Empfehlung ist in Ordnung, aber wenn man sich etwas auskennt gibt es ein paar Strategien die sich anwenden lassen um die Ladestopps zu optimieren. Optimal ist grundsätzlich, mit einem Akkustand zwischen 5 und 10% anzukommen. Die maximale Ladeleistung am Supercharger wird nämlich erreicht, wenn der Akku so leer wie möglich ist und wenn er schön „warmgefahren“ ist. Dann klettert die Ladeleistung bei meinem Model 3 auf bis zu 160kw. Hier ein Beispiel eines Ladevorgangs am Supercharger bei Lyon: Ankunft mit 4%, Matti steckt den Stecker an, das Auto meldet sich bei der Ladesäule an und startet die Ladung, die Ladeleistung fährt hoch auf 167kw (Optimalwert!) und sinkt dann langsam immer weiter ab. Je voller der Akku wird, desto langsamer wird die Ladung. Also sehe ich im Navigationssystem nach, welcher Supercharger entlang der Route ca. 150-250 km entfernt liegt, wähle ihn als Ziel aus und sehe dann wie viel ich noch laden muss um den nächsten Stop zu erreichen. Dann lade ich ca. 5% mehr als benötigt und es kann weiter gehen. Ein ungefährer Richtwert mit meinem Model 3 sind alle 90 Minuten Fahrtzeit eine Ladepause von 15 Minuten. Das entschleunigt das Reisen auf eine mir sehr angenehme Art und Weise und entfernt einen großen Stressfaktor auf Langstreckenfahrten.

So viel mal zur trockenen Theorie – Ich hoffe ihr habt noch nicht abgeschalten – so sieht dann die Praxis aus:

Nach Lyon haben wir eine Essenspause eingelegt in Valence und sind danach weitergedüst bis nach Orange. Dort haben wir am Supercharger geladen der bei einer nagelneuen Einkaufsmeile platziert ist. Um uns die Beine zu vertreten sind wir dort einmal durchgelaufen und haben die gespenstische Leere bestaunt. Fast alle Läden haben geschlossen und man kann sich schwer ausmalen wie es hier an einem „normalen“ Sommertag aussehen muss.

Das leere Einkaufszentrum während Corona

Und dann begann eine kleine Odyssee, da ein mit der Navigation etwas überforderter Matti am Steuer saß als plötzlich eine komplexe Folge von haarsträubenden Navigationsmanövern auf ihn zu kam (einmal links, einmal rechts). Zwei Fehlanläufe, drei Autobahnabfahrten und vier Mautstellen später waren wir dann wieder auf Kurs und Matti durfte fast 200km einfach nur geradeaus fahren, ganz ohne die stressigen Ausfahrten und Kreuzungen. Den größten Teil dieser Fahrarbeit auf der Autobahn erledigt hierbei der sogenannte Autopilot, ein Assistenzsystem das einen Tempomat mit Abstandhalter und ein kamerabasiertes Spurhaltesystem kombiniert. Einmal aktiviert, hält der Tesla die eingestellte Geschwindigkeit, den Abstand zum Vordermann und bleibt in der Mitte der Fahrspur. Natürlich muss das System aufmerksam überwacht werden, aber es nimmt dem Fahrer einen Großteil des Autobahn-Stress ab und entlastet enorm.

Die Ausgangssperre ignorierend sind wir dann gegen 20 Uhr am nächsten Stop am Supercharger in Narbonne angekommen. Dort luden wir nochmal auf 90% auf und überlegten ob wir nun die Stunde Fahrt bis an die spanische Grenze noch auf uns nehmen oder ob wir die Nacht in Frankreich verbringen. Da erinnerte sich Matti daran dass er vor einigen Jahren ganz in der Nähe mal im Familienurlaub war, und wir entschlossen uns an diesem Ort zu campieren. Kurz entschlossen fuhren wir also nach Minerve, kochten uns noch ein Abendessen auf dem Benzinkocher und setzten uns ins Auto um bei einer Folge Netflix das Abendessen zu genießen.

Abendessen bei einer Folge Netflix

Als letzten Schritt bereiteten wir unseren Schlafplatz vor und legten uns im Kofferraum zur Ruhe. Der Vorteil in einem Elektroauto zu schlafen liegt ganz simpel darin, dass man die ganze Nacht die Heizung/Klimatisierung laufen lassen kann und die Temperatur im Innenraum so immer auf einem konstanten Niveau gehalten wird.

Unsere Schlafstatt in der Nacht

Und so liegen wir hier im kuscheligen Auto und damit geht der erste lange Tag zu Ende, mit fast 1100 km gefahrener Strecke sind wir nun kurz vor der spanischen Grenze und freuen uns schon, morgen weiter zu fahren Richtung Süden.

Track of the day:

Zum mitsingen auf der Autobahn

Tag 2 – Valencia

Nach einer erholsamen Nacht entschlossen wir uns dazu, die Stadt Minerve noch etwas zu erkunden. Diese liegt auf einem Felsen der umgeben ist von einer Schlucht und einem ausgetrockneten Flussbett, und ist nur über eine einzige Brücke zu erreichen.

Minerve

Dann stiegen wir hinab in das Flussbett und erkundeten noch eine Höhle, die der ehemalige Fluss dort über Jahre hinweg hinein gespült hat. Die Ausmaße dieser Höhle lassen erahnen, welche unglaublichen Kräfte das Wasser hat.

Die Höhle unter Minerve

Als wir dann den nächsten Stop geplant hatten und bereit waren zum weiterfahren, bahnte sich ein Unglück an: Matti hat sein Longboard eingepackt und kurz nach Minerve lockten ihn ein paar schöne glatt asphaltierte Straßen aufs Brett. Die Idee hier das Brett auszupacken stellte sich dann letztenendes als keine gute heraus, denn die Ausfahrt endete abrupt mit einem heftigen Sturz, der einen gebeutelten Matti zum Ergebnis hatte. Einen Krankenhausaufenthalt, zwei Stiche mit Nadel und Faden und ein paar Schürfwunden an Armen und Beinen später wussten wir dass zum Glück nichts schlimmeres passiert war und entschlossen uns die Reise Richtung Süden fortzusetzen.

Ein frisch verarzteter Matti

Trotz all dem Trubel sind wir dann noch etwa 650 km gefahren und somit unserem Ziel ein ganzes Stück näher gekommen. Am Abend haben wir entspannt am Supercharger unser Essen gekocht und gegessen.

Abendessen während der Ladepause

Nun sind wir direkt bei Valencia, haben uns wieder einen ruhigen Schlafplatz gesucht und freuen uns unseren Körpern etwas Ruhe zu gönnen.

Track of the day:

Gib Gas, Kumpel, fahr!

Tag 3 – Tarifa

Die Nacht haben wir auf einem ruhigen Parkplatz etwas abseits der Ortschaft verbracht. Dort haben wir ordentlich ausgeschlafen und morgens erstmal einen Verbandswechsel bei Matti durchgeführt, dann etwas gefrühstückt und ein paar Dinge für die Nachversorgung der Wunden in einer Apotheke besorgt. Matti geht es heute um einiges besser, er hat keine Schmerzen und die Wunden sehen gut aus.

Unsere Route führte uns heute zuerst nach Murcia, wo der Supercharger direkt an einem riesigen Shoppingcenter liegt. Ich glaub das ist das größte das ich je gesehen hab – die haben da sogar ne Kartbahn reingebaut! Also haben wir uns dort Zeit gelassen, sind einmal durch das ausufernde Gebäude geschlendert und haben Mittag gegessen. So mit hinsitzen und Maske abziehen und sich unterhalten und Zeit lassen können – Ein tolles Gefühl, das haben wir echt vermisst in letzter Zeit. Und lecker war es obendrein!

Ein entspanntes Mittagessen während der ersten Ladepause

Bis wir dort fertig waren, war der Akku auch schon wieder knallevoll und wir haben die nächste Teilstrecke auf uns genommen. Der Weg führte uns Richtung Granada, dort befindet sich der vorletzte Supercharger vor unserem Ziel. Und als wir so an Granada vorbeifuhren und die Sierra Nevada im Hintergrund sahen, wussten wir schon dass uns früher oder später der Weg definitiv auch noch bergauf führen wird. Davon also die nächsten Tage noch mehr an dieser Stelle.

Uns begleitete heute den ganzen Tag über die Sonne, nachmittags kletterten die Temperaturen über 30 Grad. Da ist man dann froh wenn man am Supercharger ein Dach überm Kopf hat, und noch mehr freut man sich wenn dieses Dach auch noch mit Photovoltaikmodulen bestückt ist die einen Teil der Energie liefern, die uns durchs Land befördert.

Supercharger mit Photovoltaik in Cullar

Was dann auch auf uns zukam, war der letzte Supercharger-Stop am südlichsten Supercharger Europas in Fuengirola. Dieser befindet sich in der Tiefgarage eines Hotels, das umgeben ist von Hotels und Mietwohnungen und Hotels und Apartments und immer noch mehr Hotels. Kein schöner Ort also, aber für uns notwendig. Dort stellten wir unser Auto an den Lader und gingen zu Fuß ein Stück Richtung des nahegelegenen Meeres, nur um festzustellen dass dort die Aussicht durch eine Baustelle eines weiteren Hotels getrübt wird. Schade!

Südlichster Supercharger Europas
Ausblick aufs Meer, der von einer Baustelle getrübt wird. Matti einfach gar nicht beachten.

Und dann war es soweit: Der letzte Teilabschnitt der Reise stand bevor, das Ziel vor Augen fuhren wir los, erlebten unterwegs einen tollen Sonnenuntergang und kamen glücklich an unserem Zielort an: Tarifa. Wir wagten einen kleinen Abstecher zum Strand, aber da es bereits dunkel und zudem sehr windig war, beschlossen wir die genauere Erkundung auf morgen zu vertagen.

Der letzte Teilabschnitt

Für diese Nacht haben wir uns auf einem Campingplatz eingebucht damit wir mal duschen können, hier gibt es einen Supermarkt um unsere Vorräte aufzustocken und sogar einen eigenen Zugang zum Strand. Und selbstverständlich ist das nicht irgendein Campingplatz, sondern der südlichste Campingplatz Europas!

Morgen werden wir den Tag hier in der Gegend verbringen ohne viel zu fahren, mal sehen was uns so einfällt. Nun brauchen wir erstmal eine Mütze Schlaf.

Track of the day:

Weils einfach ein Banger ist

Tag 4 – Im spanischen Outback

Nachdem wir gestern unser Ziel erreicht hatten, haben wir den heutigen Tag genutzt um den südlichsten Punkt Europas genauer zu betrachten.

Am Morgen haben wir erstmal auf dem Campingplatz geduscht, haben uns in dem kleinen Laden dort mit ein paar Vorräten eingedeckt und sind nach dem Frühstück eine Runde am Strand spazieren gegangen. Dieser ist dort ein feiner, breiter Sandstrand der sich über einige Kilometer hin erstreckt und von fleißigen Kite-Surfern nur so wimmelte. Die waren heute ganz glücklich, denn der Wind wehte sehr kräftig bei angenehmen Temperaturen um 25°C.

Morgenspaziergang am Strand

Dann sind wir mit dem Auto wieder nach Tarifa in die Ortschaft reingefahren und haben in Strandnähe geparkt. Dort gibt es einen Hafen, eine Burg, einen Strand und natürlich die vorgelagerte Insel, die „Isla de las Palomas“. Leider ist diese ein militärisches Sperrgebiet, da sich auf der Insel bis vor einigen Jahren eine spanische Kaserne befand. Somit ist der südlichste legal zu Fuß erreichbare Punkt Europas also das Tor vor genau dieser Kaserne, wo wir nochmal unserem bisherigen gemeinsamen Weg gedachten und auf unsere Freundschaft anstießen.

Der Damm zur Insel
Das Eingangstor zur Kaserne
Dieses Schild und das Tor hätte man ja auch weglassen können…
An dieser Stelle trifft das Mittelmeer auf den Atlantischen Ozean, dazwischen ist die Straße von Gibraltar.

Ein paar Fotos konnten wir dann doch noch auf der Insel machen, da wir uns am Wasser entlang in einen Bereich einschmuggeln konnten. Weiter wollten wir dann aber doch nicht gehen, da das Gelände auch videoüberwacht ist. Aber dafür können wir jetzt sagen dass wir alles getan haben um so weit in den Süden zu kommen wie möglich (ohne verhaftet zu werden). Fühlt sich toll an so ein Ziel gemeinsam zu erreichen.

Dann sind wir einmal am Hafen entlang geschlendert bis wir zur Burg kamen die dort recht erhaben fast direkt am Wasser trohnt. Die war noch eine Stunde zur Besichtigung geöffnet, und so entschlossen wir uns direkt reinzugehen.

Die ältesten Teile der Burg gehen zurück ins 10. Jahrhundert und im Laufe der Zeit diente sie allen möglichen Zwecken und wurde immer wieder teilweise zerstört und neu aufgebaut und erweitert. Oh und ich darf natürlich nicht vergessen zu erwähnen dass es die südlichste Burg Europas ist.

Nachdem wir die Burg von oben bis unten besichtigt hatten, machten wir uns auf die Suche nach dem südlichsten Eiscafé Europas, und ich denke wir haben es gefunden!

Gute Laune bei gutem Eis bzw. Cocktail

Die restliche Zeit des Nachmittags verbrachten wir damit die Sonne zu genießen, am Strand zu schlendern und die Füße ins Wasser zu halten. Wir wären ja auch gern mal ins Meer gehüpft, aber durch Mattis Wunden hätte ihm das dabei sicher mehr Schmerzen als Freude bereitet, und ich ließ es aus freundschaftlicher Solidarität dann auch bleiben.

Bunkeranlagen am Strand
Ein wichtiger Moment: Mein Tesla ist das südlichste Auto Europas!

Dann fehlte also zum gelungenen Abschluss unseres Aufenthaltes nur noch ein gutes Abendessen, was wir nun in Angriff nahmen. Wir suchten ein ordentliches Restaurant aus und bestellten uns eine Paella mit Meersfrüchten, die uns pappsatt hinterließ.

Nach dem Essen planten wir den ersten Teil unserer Rückreise, und da wir ja am Vortag bereits 160km gefahren waren und eine Nacht im Auto geschlafen haben – das verbraucht etwa 12-15% Akkustand – hatten wir nun nicht mehr genug Strom im Akku um bis zum Supercharger zu kommen. Das hatten wir aber bei der vorausgehenden groben Planung des Trips schon bemerkt und für diesen Fall eine andere Lösung gefunden: Einen Tesla Destination Charger.

Das sind keine Schnellladestationen wie die Supercharger, sondern langsamere Ladestationen die man sonst auch Wallbox nennt. Diese sind mittlerweile in sehr vielen Hotels vorhanden und bilden somit ein dichtes Netz aus Lademöglichkeiten wenns mal nicht so schnell gehen muss oder wenns eben nicht anders geht, wie nun in unserem Fall. Also peilten wir unser Ziel an – ein Casino mit Destination Charger – und luden dort die erforderlichen paar Prozent nach. In der Zeit hatte ich mal die Gelegenheit die Windschutzscheibe ordentlich zu reinigen, Matti konnte digital seinem Jugendkreis beiwohnen und wir bekamen einen tollen Sonnenuntergang serviert.

Der Tesla Destination-Charger am Casino

Als wir also für die nächste Etappe genug Strom im Akku hatten, waren wir wieder auf dem Weg zum Supercharger in Fuengirola, das ist der in der Tiefgarage. Dort luden wir so voll dass wir zu unserem Schlafplatz kommen, 15% Nachtverbrauch mit einrechnen und es dann noch zum nächsten Supercharger reicht.

Unsere Schlafmöglichleiten finden wir übrigens über eine App, die heißt Park4Night und ist eigentlich auf Wohnmobil-Urlauber ausgelegt die einen Stellplatz für eine oder mehrere Nächte suchen. Dort sind nicht nur Campingplätze und ausgeschriebene Stellplätze für Wohnmobile eingetragen, sondern auch Parkplätze, Straßen und oder einfach Orte an denen man in der Wildnis gut eine Nacht stehen kann.

Das erwähne ich heute gesondert, da wir für diese Nacht einen Platz in der Natur ausgewählt haben und die nächtliche Anreise schon sehr abenteuerlich war. Als das Navi uns von der Autobahn herunterlotste wurde die Straße sofort schmal und sehr kurvig und das blieb sie die nächsten 25 Kilometer auch. Hunderte Höhenmeter und mindestens 300 Kurven auf glatter, einwandfreier Straße später änderte sich das Bild plötzlich, als wir abbogen auf eine andere Straße. Diese führte sehr verwunden und enorm steil bergab, war schlecht asphaltiert und oft ausgebessert. Die ganze Zeit wundern wir uns, was für ein Ausblick sich uns hier wohl am Tag bieten würde. Das sehen wir dann ja morgen. Kurz nach Mitternacht an den Koordinaten angekommen die uns die App empfohlen hatte, erwartete uns eine große, unbefestigte Fläche auf der wir diese Nacht nächtigen. Als wir ausstiegen und die Tür hinter uns zufiel, wussten wir – hier sind wir im nirgendwo.

Wir mussten erstmal eine Minute still sein und Lauschen, um die Atmosphäre des Ortes auf uns wirken zu lassen. Es ist windstill, wir befinden uns in einem Tal, umgeben von Bergen und Hügeln. Es ist etwa Halbmond, wenn sich die Augen daran gewöhnt haben wirkt es aber irgendwie heller. Alles ist in ein sanftes Licht getaucht, der Himmel ist klar und die Sterne sind gut zu sehen. Man hört Kröten quaken, irgendwo in der Nähe muss ein Sumpfgebiet sein. Grillen zirpen im hohen Gras um uns herum, irgendwo gluckert Wasser. Hundegebell bricht durch die Nacht, irgendwo von rechts. Dann von links, weiter entfernt. Sie bellen sich gegenseitig an, über Kilometer hinweg, ein dritter steigt mit ein, noch viel weiter weg. Die Laute hallen von den Berghängen wider. Ein Uhu und ein Käuzchen melden sich, plötzlich Maunzt etwas ganz in der Nähe. Es ist also ganz schön was los hier, aber Menschen findet man hier erstmal nicht so schnell – jetzt erst fällt mir auf dass wir seit der Autobahn keinem einzigen Auto begegnet sind und vielleicht an drei oder vier Häusern vorbeikamen.

Mit diesen Eindrücken verabschieden wir uns in die Nacht und schließen unsere Augen, hier, irgendwo im nirgendwo.

Track of the day:

Weils einfach fittet.

Tag 5 – Murcia

Als wir heute morgen aufwachten begrüßte uns die Sonne und das Vogelgezwitscher. Rings um uns herum sahen wir grüne Hügel und viel Wildnis, aber auch ein paar Plantagen. Und zwischendrin schmiegen sich ein paar einzelne Häuser in die Berghänge, da müssen also die Hunde wohnen die wir gestern belauscht haben.

Der Ausblick am Morgen

Wir genossen also unser Frühstück in der Morgensonne, erkundeten noch ein wenig zu Fuß das Tal in dem wir gelandet waren und entdeckten ein Flussbett in dem allerdings nur noch ein Rinnsal dahinfloss. Dieses Rinnsal reicht aber aus um das Gebiet drum herum erblühen zu lassen in den buntesten Farben mit unterschiedlichsten Blumen, Sträuchern und Büschen. Auf der anderen Seite des Flusses standen Olivenbäume die aussahen als wären sie hunderte Jahre alt. Wir genossen den Anblick noch etwas, packten unser Zeug zusammen und ließen dieses schöne Plätzchen hinter uns.

Die Straße die wir weiterfuhren war die A-7075 und meine Güte ist das eine schöne Straße! Geschwunge Kurven, glatter Asphalt und immer wieder eine super Aussicht auf die hügelige Landschaft Andalusiens. In der Region die wir heute durchquerten standen abertausende Olivenbäume, die ihre Blätter der Sonne entgegenräkelten.

Die Plantagen sind generell schwer wegzudenken aus der spanischen Landschaft, ohne die wäre nämlich manchmal überhaupt nichts mehr da. Entlang der Autobahn sieht man hunderte von Orangenplantagen, Weinbergen, Mandarinenhainen und so weiter.

Die Route führte uns nun zuerst nach Granada, von dem wir etwa 40km entfernt genächtigt hatten. Dort luden wir am Supercharger nach und anschließend besuchten wir Alhambra, eine Tempelanlage in Granada.

Diese ist sehr beeindruckend und wir waren froh dass wir zu Corona-Zeiten hier sind, denn obwohl heute Samstag ist war kaum etwas los. So konnten wir recht entspannt die Gärten, Mauern, Tempel und die Festung begehen und besichtigen. Am krassesten sind die Nasridenpaläste der maurischen Herrscher, die von oben bis unten mit unglaublichen Schnitzereien und Steinmetzarbeiten verziert sind.

Nachdem wir Alhambra ausgiebig erkundet hatten, nahmen wir das nächste Highlight des Tages in Angriff – Die Sierra Nevada.

Das ist ein Gebirgszug mit 3400m Höhe, der direkt hinter Granada liegt und uns mit seinen schneebedeckten Gipfeln zu sich lockte. Auch hier war wieder der Fall dass wenig los war, bei der Auffahrt hatten wir die Straße für uns und konnten die Straße in unserem Tempo (schnell) fahren. Auf 2500m befindet sich eine Schranke an der man leider heutzutage nicht mehr weiter kommt, früher konnte man wohl ganz hochfahren auf 3400m, das muss Wahnsinn gewesen sein. Also sind wir so weit gefahren wie es erlaubt ist und haben dort auf einem Wanderparkplatz geparkt. Von dort aus sind wir etwa 20 Minuten einen Wanderweg gelaufen der auf eine große Felsformation führt. Dort haben wir eine Weile die Aussicht und die Ruhe genossen und eine Coke geknackt.

Eigentlich wollten wir dort oben noch etwas essen gehen, aber die dort liegende Siedlung mit all ihren Restaurants und Hotels war wie ausgestorben, die ist wohl ausschließlich im Winter aktiv wenn das Skigebiet dort geöffnet hat. Also fuhren wir wieder ab, die nächste Etappe war Matti am Steuer der nun die Freude hatte den Pass wieder nach unten zu fahren. Dabei wurden auf ca. 20km Strecke durch Rekuperation wieder 9 Prozent in den Akku nachgeladen, was ein sehr cooler Effekt ist und sich super anfühlt. Matti brachte uns sicher zum nächsten Supercharger, dort holten wir unser Abendessen nach indem wir unseren Kocher auspackten und ganz nebenbei durften wir noch einen blutroten Sonnenuntergang betrachten.

Wir entschieden uns noch ein Stück weiterzufahren und suchten einen abgelegenen Schlafplatz kurz vor dem nächsten Supercharger. Dort angekommen war es schon spät, also machten wir uns bettfertig und legten uns schlafen.

Heute haben wir viel erlebt, morgen wollen wir dann ein großes Stück fahren um wieder Richtung Heimat zu kommen.

Track of the day:

Ohne Tagline weil Matti nix eingefallen ist

Tag 6 – Tavel

Da wir an unserem Schlafplatz kein Internet hatten, habe ich den Blog von gestern noch nachgereicht, siehe unten. Als wir heute morgen aufwachten fing es gerade an zu regnen, deshalb beschlossen wir direkt loszufahren und das Frühstück am ersten Supercharger einzunehmen.

Unser Schlafplatz in dieser Nacht

Gesagt, getan – der erste Stop war in Murcia, von dem wir noch etwa eine halbe Stunde entfernt waren. Dort haben wir auf der Hinfahrt schon einmal geladen, das ist an dem riesigen Einkaufszentrum. Da heute Sonntag ist hat das natürlich komplett geschlossen, aber das war für uns egal. Gefrühstückt und vollgeladen fuhren wir weiter nach Valencia, dann nach L’Aldea und anschließend nach Barcelona. Irgendwo zwischendrin machten wir eine Pause an einem Rastplatz an dem wir duschen konnten, damit wir wieder zivilisiert aussehen und wie Menschen riechen.

On the road

Frisch und fröhlich kamen wir gegen Abend in Girona an, holten uns ein paar Burritos in der Innenstadt und fuhren an den Supercharger um sie dort zu verspeisen. Was hier so beiläufig klingt, war in Wirklichkeit ein interessantes Unterfangen: Girona ist eine uralte Stadt mit entsprechendem Layout und entsprechender Strassenfühung. Und so standen wir plötzlich vor engen Gassen und haarsträubenden Kurven und das ganze auch noch an den steilsten Straßen die ich je gefahren bin. An dieser Stelle war ich froh am Steuer eines Elektroautos zu sitzen, mit dem man das Gaspedal so fein dosieren kann und natürlich keine Kupplung hat. So kamen wir auch durch die engsten und steilsten Stellen ohne Beulen gut durch.

Enge, steile Gassen in Girona

Nach diesem Exkurs und der Verköstigung der Burritos überlegten wir uns wie wir weiter vorgehen und entschieden uns noch über die französische Grenze zu fahren und dann weiterzusehen. Die Grenze passierten wir ohne jegliche Kontrolle und legten nochmals über 200 Kilometer in Frankreich zurück, bis wir am Supercharger in Nimes ankamen um ein letztes Mal für heute zu laden.

Nächtlicher Supercharger- Besuch

Anschließend hatten wir noch etwa 50 Kilometer vor uns bis zu unserem Schlafplatz im Grünen, der befindet sich ganz in der Nähe des kleinen französischen Örtchens Tavel. Da freuen wir uns schon drauf das morgen bei Tag betrachten zu können, denn auch im Dunkeln sah das schon nett aus. Am Schlafplatz angekommen war es fast 2 Uhr und damit Zeit sich direkt schlafen zu legen. Heute haben wir über 1000 Kilometer Strecke zurückgelegt und morgen liegen noch etwa 850 Kilometer vor uns bis wir wieder zu Hause sind.

Track of the day:

Auf der Fahrt entdeckt

Tag 7 – Knittlingen

Nach dem erwachen wurden wir mal wieder mit einer tollen Aussicht belohnt, diesmal über die steinigen Weinberge von Tavel. In dieser Region wurde wohl schon zur Zeit der Römer Wein angebaut.

Da unsere Müslivorräte seit gestern verebbt waren, gingen wir auf Nahrungssuche und wurden auch prompt in der kleinen Ortschaft fündig. In einer klitzekleinen Bäckerei deckten wir uns mit allerlei ungesunden französischen Frühstücks-Accessoires ein und genossen diese im Auto.

So gesättigt ging es wieder auf die Autobahn und von Supercharger zu Supercharger, immer mit circa 90 Minuten Fahrt und 15 Minuten Ladepause. Da trafen wir auch auf den ersten Standort der mal ein wenig stärker frequentiert war, sonst waren wir meistens allein oder mit ein, zwei anderen am Laden. Gestern hab ich mich einmal in Spanien und einmal in Frankreich mit Model 3 Fahrern unterhalten die ihr Fahrzeug ganz neu hatten und das erste Mal am Supercharger waren. Beim Laden entstehen immer wieder nette Gespräche mit anderen E-Auto Fahrern, die einen als Teil einer freundschaftlichen Community fühlen lassen.

Ein gut besuchter Supercharger, aber immer noch über 50% der Plätze sind frei

Nebenan standen zwei dicke Trucks von Red Bull Racing die vermutlich direkt aus Monaco kommen wo gestern der große Preis von Monaco in der Formel 1 stattfand.

Matti und ich wechselten uns ab mit den Etappen und so fuhren wir ganz entspannt durch den Tag, kamen ohne Probleme über die deutsche Grenze und der Heimat Kilometer für Kilometer näher. Als Abschluss entschieden wir uns wieder bei Subway einzukehren, wie schon am letzten Tag unserer Quadtour letztes Jahr.

Wieder zu Hause

Und so endete unser Roadtrip um Punkt 20 Uhr wieder genau da wo er begann. Eine schöne Woche liegt hinter uns, voller Erlebnisse, voller guter Momente, voller Kameradschaft. Wenn ich eine ganze Woche mit einem Menschen unterwegs bin und jede Minute davon genieße, weiß ich dass ich einen guten Freund in ihm gefunden habe. Also danke an meinen Begleiter Matti, an meinen Mit-Fahrer, meinen Mit-Entdecker, meinen Mit-Erleber, meinen Mit-am-Steuer-Singer, meinen Mit-Unterhalter, meinen Mit-am-Strand-Spazierengeher und meinen Mit-Schlemmer.

Und danke an dich, der das hier liest. Danke für das Interesse und für die Zeit, ich hoffe es hat dir gefallen. In den nächsten Tagen kommt nochmal ein Eintrag mit den Daten und Zahlen zur Route, Stromkosten, Reisegeschwindigkeit und Supercharger-Besuchen. Falls dich das interessiert schau doch nochmal rein.

Beste Grüße

Matti und David

Track of the day:

Lang schon nicht mehr da geschlafen wo ich gestern war

Nachtrag – Zahlen, Daten, Fakten

So, ich hab mal meine Excel-Tabelle ausgewertet und trage hier ein paar Fakten zusammen, ich finds spannend – ihr vielleicht nicht – mir egal 😛

Erstmal ne Hübsche Grafik:

Wir waren insgesamt 159 Stunden unterwegs, davon sind wir 57 Stunden und 6 Minuten gefahren und haben 17 Stunden und 45 Minuten geladen. Dabei eingerechnet sind die Ladezeiten die deutlich länger als nötig ausfielen weil wir gemütlich Abendessen gekocht haben oder eine Folge Netflix geschaut haben oder mal einen längeren „Ladespaziergang“ gemacht haben.

Die Gesamtstrecke belief sich auf 5170 Kilometer, die wir in 7 Tagen gefahren sind – also im Schnitt 739 km pro Tag. Diese sind natürlich nicht gleichmäßig verteilt, sondern auf die ersten beiden Tage fallen 1737 Kilometer und auf die letzten beiden Tage 1954 Kilometer. Dafür sind wir am Zielort einen Tag fast gar nicht gefahren.

Wir hatten insgesamt 28 Ladevorgänge, davon 27 am Supercharger und einen am Destination-Charger. Auf der Hinreise waren es 12 Ladepausen, auf der Rückreise dann 15. Insgesamt wurden dabei 825 kWh geladen und wir hatten einen Durchschnittsverbrauch von 16,2 kWh pro 100 km.

Daraus resultierend haben wir kumulativ 285,25€ fürs Aufladen bezahlt, was Kosten von 5,52€ pro 100 km ergibt. Das wären also aktuell 3,8l Benzin oder 4,3l Diesel. Wir sind jeweils so schnell gefahren wie legalerweise möglich, also in Frankreich 130 und in Spanien 120.

Ein anderer Kostenpunkt war die Autobahn-Maut, die insgesamt 220,40€ betrug. Davon entfallen 144,40€ auf Frankreich und 76€ auf Spanien.

Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr happy und hatten einen tollen Trip. Ich fand es spannend zu sehen dass der Verbrauch bei ordentlichem Wetter bei 120 km/h deutlich unter 16 kWh/100 km liegen kann, das schaffen sonst nur Kleinwagen. Da bemerkt man dass Tesla immer noch die Nase vorn hat im Technologiemarkt und enorm sparsame Antriebe baut.

Das Auto hat sich echt gut geschlagen während des Trips, es gab keine Probleme außer dass der Bordcomputer zweimal abgestürzt ist. Dafür hat er irgendwann in Spanien ein Softwareupdate installiert das die Funktionalität des automatischen Scheibenwischers verbessert und nun werden Tiere im Display eingeblendet, wenn sie auf der Fahrbahn stehen. Nett!

Mittlerweile haben wir uns auch getroffen das Auto wieder zu putzen, wir haben es gemeinsam dreckig gemacht also machen wir es auch gemeinsam sauber.

Zusammenfassend kann ich nur sagen dass dies definitiv nicht der letzte längere Trip mit diesem Auto gewesen sein wird und mir das Langstreckenreisen damit echt gut gefällt. Beim nächsten Trip möchten wir uns aber mehr Zeit lassen und weniger Kilometer pro Tag fahren bzw. so planen dass wir am Zielort mehr Zeit verbringen können.

Also – wir lesen uns hier bestimmt früher oder später irgendwann wieder!

So long,

Matti & David

Inhalt
Nach oben scrollen