Der heutige Tag startete um halb sieben mit einem Kaffee in der heimischen Küche und einem Einkauf im Edeka. Wir statteten uns mit einigen Basics und aus und räumten bei der Gelegenheit gleich noch das Auto in Reisebereitschaft um.

Dann ging es auch schon los und wir legten die ersten Kilometer in Richtung Calais zurück. Dabei lief alles wunderbar, wir kamen gut voran und legten bei Köln unseren ersten Ladestopp ein. Danach wurde der Verkehr deutlich zäher, wir mussten einen Unfall umfahren und kamen mehrfach in stockenden Verkehr. Der Weg führte uns durch ein Stück der Niederlande, durch Belgien und schließlich nach Frankreich, wo die Temperaturen sichtlich immer weiter fielen. Durch die Verzögerungen on the Road sahen wir schon, dass der Zeitpuffer immer weiter geschrumpft war und wir nun etwa 15 Minuten nach der auf der Buchungsbestätigung angegebenen spätesten Check-In Time ankommen würden. Als wir schließlich in den Hafen von Calais einfuhren und zum ersten Checkpoint kamen, wurde uns gesagt dass wir zu spät seien und nun die nächste Fähre nehmen werden müssen, die etwa zwei Stunden später gehen wird. Dies nahmen wir so hin und fuhren durch diverse weitere Checkpoints samt dreifacher Passkontrolle und Kofferraumkontrolle. Die Wartezeit verbrachten wir mit einem Spaziergang über das Hafengelände bei herrlichen 24°C und Sonnenschein, mit ein paar Youtube-Videos und mit einem Müsli.

Als schließlich um 20:40 Uhr die uns genannte Abfahrtszeit gekommen war, war noch weit und breit keine Fähre zu sehen. Ein schneller Blick auf schiffsradar24.de zeigte uns, dass es noch ein wenig dauern würde, bis die Fähre ankommt und das entladen und wieder beladen dauert ja auch seine Zeit. Also war die Sonne gerade am untergehen, als gerade die Fähre in den Hafen gefahren kam und bis sie schlussendlich ablegte war es 22 Uhr, also hatten wir 1,5h Verspätung. Bei 90 Minuten Fahrt kamen wir also um 22:30 Uhr Ortszeit (1h Zeitverschiebung) in Dover an und rollten von Bord. Durch unsere lange Wartezeit im Auto in Calais war unser Rest-Akkustand mittlerweile auf 3% gesunken, was uns dazu veranlasste, auf direktem Wege den Supercharger in Dover aufzusuchen, der zum Glück in unmittelbarer Nähe zum Hafen lag. Dabei durfte Dennis das erste Stück auf der ungewohnt „falschen“ Straßenseite fahren, was natürlich ungewohnt war, aber von ihm mit Bravour gemeistert wurde. Die Einheiten im Auto stellten wir auf Meilen um, damit das ständige umrechnen wegfällt und am Supercharger hatten wir noch 4 Meilen Restreichweite. Knappes Ding.

Nach dem Aufladen des Akkus ging es nun an die letzte Etappe unseres langen Tages, und zwar den Weg nach London ins Hotel, in dem wir zwei Nächte eingebucht sind. Wir hatten im Voraus online einen Parkplatz in der Nähe des Hotels gebucht, den wir nun direkt ansteuerten. Die über eine Strecke von 20 Meilen immer dichter werdende Bebauung ließ erahnen, dass wir uns dem Zentrum Londons immer weiter näherten und als wir schließlich im Stadtteil Victoria ankamen, waren wir mittendrin in dem Dschungel aus Straßen, Lichtern und Ampeln. Zum Glück war Uhrzeitbedingt nicht mehr allzu viel los auf den Straßen und als wir den Tesla auf dem gebuchten Parkplatz abstellen, schlug die Uhr bereits 2 Uhr (also 3 Uhr deutsche Zeit). Im Hotel angekommen fielen wir darum auch nur ins Bett und freuen uns auf den morgigen Erkundungstag vor Ort. Bis dahin.

