2020 Tag 4 – Rot an der Rot

Nach einem äußerst guten Schlaf (ein Kopfkissen macht schon einiges aus) machten Matti und ich uns auf zur örtlichen Bäckerei um Brötchen fürs Frühstück zu besorgen. Der Frühstückstisch war reich gedeckt und wir konnten gut gestärkt in den Tag starten. Nach der Verabschiedung von den Mädels legten wir noch unsere Route fest und entschieden unsere heutige Mittagsrast am Schloss Neuschwanstein einzulegen.

Unser Start am Morgen

Also düsten wir los und fuhren zum Start nochmal einen Teil der Strecke von gestern zurück, bevor wir dann dieses Mal an der anderen Seite der Zugspitze vorbei fuhren.

Die Routenplanung heute war bisher die komplexeste, da es in dem Bereich nicht wirklich viele Alternativen zur Bundesstraße gibt und wir diese somit nicht mehr ganz vermeiden konnten. Im Bereich der Landesgrenze hatten wir etwa 25km Bundesstraße am Stück zu fahren, was direkt merklich anstengender ist und weniger Spaß macht.

Danach allerdings hatten wir eine Top Strecke, die uns nochmal an ein paar schöne Orte führte. So fuhren wir beispielsweise durch den Ettaler Forst im Ammergebirge und danach am Plansee entlang, später dann im Allgäu auf vielen kleinen Straßen und Feldwegen und schlängelten uns so unseren Weg wieder Richtung Heimat.

Kurzer Stop am Plansee
Mittagspause am Schloss Neuschwanstein

Als Etappenziel heute hatten wir uns eine zufällige Ortschaft gesetzt die von der Entfernung her in etwa passte. Im heutigen Falle war das Rot an der Rot. Nach insgesamt etwa fünf Stunden und 280km im Sattel kamen wir dort auch an und suchten nach einem geeigneten Platz für unser Nachtlager.

Eine nette Dame verwies uns auf eine Waldstraße die in ein paar Wiesen mündete, allerdings war es uns dort zu offen. An einer einigermaßen geschützten Stelle in der Nähe wäre es okay gewesen, aber nebenan befand sich ein monströses Gestrüppfeld in dem anscheinend so viele Grillen oder andere lärmende Tiere saßen die einen dermaßen lauten Klangteppich produzierten, dass wir schon kurz nach der Ankunft beschlossen nochmal umzuziehen.

Nach erneutem zurateziehen der Satellitenansicht von Google Maps fanden wir eine vielversprechende Stelle, bei Ankunft stellte sich das jedoch auch als kalte Spur heraus. In der Nähe sahen wir ein Wohnhaus allein auf weiter Flur an dem wir kurz entschlossen anhielten und die Bewohner fragten ob sie uns einen Platz im Garten anbieten würden. Das Ehepaar mit drei Kindern willigte gerne ein und wir durften unser Zelt direkt neben dem Haus unter ein paar Apfelbäumen aufbauen.

Nach dem Kochen durften wir im Haus unser Geschirr spülen und unsere Wasserflaschen auffüllen, dann ließen wir den Abend beim Sonnenuntergang mit Pink Floyd ausklingen.

Beim Kochen bekamen wir plötzlich interessierte Zuschauer

Morgen stehen dann nochmal genau 200km auf dem Plan, bis wir wieder zu Hause sind.

Wird gut.

Soundtrack des Tages: Für den Sonnenuntergang

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