2020 Tag 5 – Knittlingen

Unser letzter Reisetag begann nach viel zu langem, ruhigem Schlaf mit dem kochen eines Griesbreis, der mit Heidelbeeren verfeinert wurde. Immer simpel und immer lecker! Ein letztes Mal Zelt abbauen und alles verstauen, dann von unserer Gastfamilie verabschieden, aufsitzen und Abfahrt!

Wir beschlossen heute nochmal etwa 30 km Umweg in Kauf zu nehmen um ein gutes Stück des Weges in den Ausläufern des Schwarzwalds hinter uns bringen zu können. Somit hatten wir eine Tagesetappe von 230 km vor uns, von denen wir die ersten 110 km am Stück durchfuhren. Je näher wir der Heimat kamen desto wärmer wurde es und wir dachten schmerzlich an das angenehme Klima in den Bergen zurück das wir die letzten Tage genießen konnten.

Auch heute vermieden wir die Bundesstraße wo es ging, fuhren durch so viele unbekannte Ortschaften und genossen die deutsche Landstraßenromantik.

Irgendwo undefinierbares stoppten wir kurz im Wald und machten Mittagspause, wofür ein letztes Mal der Benzinkocher angeworfen wurde.

Mittags-Stop

Nach dem Stop ging es ein Stück an der Nagold entlang, dann über Tiefenbronn und Wiernsheim nach Mühlacker und bis nach Bretten, wo wir uns zum Abschluss der Tour ein zeremonielles Sandwich gönnten.

Die heimatliche Gastronomiekultur hat uns wieder

Nach erfolgreicher Heimkehr entluden wir die Koffer und parkten die Fahrzeuge in die Garage, dort können sie jetzt auch zur Ruhe kommen.

Heute spürten wir dass das führen eines solchen Fahrzeugs durchaus anspruchsvoll und ermüdend ist denn trotz langem, gutem Schlaf waren wir beide einfach fertig und müde durch die lange Fahrt. Bei einer noch länger andauernden Tour muss man also nach drei bis vier Tagen on the road einen Tag Pause einplanen an dem man nicht fährt, sonst lassen Konzentration und Fahrspaß von Tag zu Tag nach.

Zum Abschluss lässt sich sagen dass die Länge von fünf Tagen für uns gut gepasst hat und dass die Entscheidung am ersten Tag eine längere Etappe zu fahren um direkt ins Zielgebiet zu kommen, definitiv die Richtige war. Somit hatten wir zwei Tage Zeit um gemütlich Kurven zu jagen und Höhenmeter zu reißen, was super gepasst hat und auf jeden Fall der beste Teil der Tour war.

Wir hatten auf jeden Fall eine gute Zeit und gute Gemeinschaft, haben einiges erlebt und gesehen und sind dankbar dass das Wetter genau richtig für uns war und wir so bewahrt wurden als es dann doch mal geregnet hat.

An dieser Stelle möchte ich meinem Partner Matti danken für das Mitziehen in die recht spontane Aktion, für die Begleitung auf der Reise, für die Helmgespräche und einfach für die Freundschaft – so macht Urlaub Spaß.

Mal sehen wo es uns als nächstes hinverschlägt.

Zwei Helden auf acht Rädern… oder so.

Ich werde hier die nächsten Tage noch einen Eintrag mit ein paar Statistiken und Streckenverläufen posten, weil mich das selbst immer interessiert und ich die sowieso zusammentragen werde.

Und an alle die das lesen: Vielen Dank fürs lesen, fürs teilhaben, für die vielen netten Nachrichten. Vielleicht schreibst Du ja auch mal einen Reisebericht, dann freue ich mich auf den Link dazu 🙂

Beste Grüße,

Matti und David

Soundtrack des Tages: Summer Vibes

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