Tag 5 – Murcia

Als wir heute morgen aufwachten begrüßte uns die Sonne und das Vogelgezwitscher. Rings um uns herum sahen wir grüne Hügel und viel Wildnis, aber auch ein paar Plantagen. Und zwischendrin schmiegen sich ein paar einzelne Häuser in die Berghänge, da müssen also die Hunde wohnen die wir gestern belauscht haben.

Der Ausblick am Morgen

Wir genossen also unser Frühstück in der Morgensonne, erkundeten noch ein wenig zu Fuß das Tal in dem wir gelandet waren und entdeckten ein Flussbett in dem allerdings nur noch ein Rinnsal dahinfloss. Dieses Rinnsal reicht aber aus um das Gebiet drum herum erblühen zu lassen in den buntesten Farben mit unterschiedlichsten Blumen, Sträuchern und Büschen. Auf der anderen Seite des Flusses standen Olivenbäume die aussahen als wären sie hunderte Jahre alt. Wir genossen den Anblick noch etwas, packten unser Zeug zusammen und ließen dieses schöne Plätzchen hinter uns.

Die Straße die wir weiterfuhren war die A-7075 und meine Güte ist das eine schöne Straße! Geschwunge Kurven, glatter Asphalt und immer wieder eine super Aussicht auf die hügelige Landschaft Andalusiens. In der Region die wir heute durchquerten standen abertausende Olivenbäume, die ihre Blätter der Sonne entgegenräkelten.

Die Plantagen sind generell schwer wegzudenken aus der spanischen Landschaft, ohne die wäre nämlich manchmal überhaupt nichts mehr da. Entlang der Autobahn sieht man hunderte von Orangenplantagen, Weinbergen, Mandarinenhainen und so weiter.

Die Route führte uns nun zuerst nach Granada, von dem wir etwa 40km entfernt genächtigt hatten. Dort luden wir am Supercharger nach und anschließend besuchten wir Alhambra, eine Tempelanlage in Granada.

Diese ist sehr beeindruckend und wir waren froh dass wir zu Corona-Zeiten hier sind, denn obwohl heute Samstag ist war kaum etwas los. So konnten wir recht entspannt die Gärten, Mauern, Tempel und die Festung begehen und besichtigen. Am krassesten sind die Nasridenpaläste der maurischen Herrscher, die von oben bis unten mit unglaublichen Schnitzereien und Steinmetzarbeiten verziert sind.

Nachdem wir Alhambra ausgiebig erkundet hatten, nahmen wir das nächste Highlight des Tages in Angriff – Die Sierra Nevada.

Das ist ein Gebirgszug mit 3400m Höhe, der direkt hinter Granada liegt und uns mit seinen schneebedeckten Gipfeln zu sich lockte. Auch hier war wieder der Fall dass wenig los war, bei der Auffahrt hatten wir die Straße für uns und konnten die Straße in unserem Tempo (schnell) fahren. Auf 2500m befindet sich eine Schranke an der man leider heutzutage nicht mehr weiter kommt, früher konnte man wohl ganz hochfahren auf 3400m, das muss Wahnsinn gewesen sein. Also sind wir so weit gefahren wie es erlaubt ist und haben dort auf einem Wanderparkplatz geparkt. Von dort aus sind wir etwa 20 Minuten einen Wanderweg gelaufen der auf eine große Felsformation führt. Dort haben wir eine Weile die Aussicht und die Ruhe genossen und eine Coke geknackt.

Eigentlich wollten wir dort oben noch etwas essen gehen, aber die dort liegende Siedlung mit all ihren Restaurants und Hotels war wie ausgestorben, die ist wohl ausschließlich im Winter aktiv wenn das Skigebiet dort geöffnet hat. Also fuhren wir wieder ab, die nächste Etappe war Matti am Steuer der nun die Freude hatte den Pass wieder nach unten zu fahren. Dabei wurden auf ca. 20km Strecke durch Rekuperation wieder 9 Prozent in den Akku nachgeladen, was ein sehr cooler Effekt ist und sich super anfühlt. Matti brachte uns sicher zum nächsten Supercharger, dort holten wir unser Abendessen nach indem wir unseren Kocher auspackten und ganz nebenbei durften wir noch einen blutroten Sonnenuntergang betrachten.

Wir entschieden uns noch ein Stück weiterzufahren und suchten einen abgelegenen Schlafplatz kurz vor dem nächsten Supercharger. Dort angekommen war es schon spät, also machten wir uns bettfertig und legten uns schlafen.

Heute haben wir viel erlebt, morgen wollen wir dann ein großes Stück fahren um wieder Richtung Heimat zu kommen.

Track of the day:

Ohne Tagline weil Matti nix eingefallen ist

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