Tag 15 – Ein Trip geht zu Ende

Nach einem Frühstück mit Jana und Nils gings für Matze und mich auch schon weiter. Es war echt schön, Nils und Jana mal wieder zu sehen aber Matze hatte bei sich zuhause schon Gäste warten und somit war der Ruf der Straße unüberhörbar. Die Fahrt an diesem Samstagmorgen war entspannt, auf den Straßen war nicht viel los und so kamen wir gut voran. Es wurde immer wärmer und wärmer und wir beobachteten das Thermometer im Auto, dessen Wert immer weiter bis über 30°C kletterte. Das war schon ein Kontrast zu den 10°C, die wir noch vor ein paar Tagen in Norwegen hatten.

Beim letzten Supercharger-Halt vor der Heimat, der in Wetzlar stattfand, erlebten wir noch eine nette Überraschung:
Der Supercharger liegt direkt am Leitz-Park, an dem heute das Leitz-Park-Fest stattfand. Dabei handelt es sich um den Firmencampus der Leica AG, der als öffentlich zugängliches Gelände gestaltet ist. Darauf befinden sich zum Beispiel ein Hotel und das Ernst-Leitz-Museum, in dem Fotografien gezeigt werden. Außerdem die Produktionsstandorte von Leica Camera und den anderen ortsansässigen Firmenzweigen, wie z.B. Brillengläser, Uhren oder Beamer. Auf dem Fest gab es viele Foodtrucks, eine Bühne mit Liveband, Angebote für Kinder, freien Eintritt in das Museum und Führungen durch die Produktion. Wir besuchten das Museum, in dem eine Ausstellung von Bryan Adams Fotografie-Arbeit zu sehen war.

Der Leitz-Park
Eingang ins Museum
(.)(.)
Danny Trejo
Homeless

Nach dem Besuch des Museums holten wir uns noch einen Burrito bei einem der Foodtrucks im Hof und genossen etwas die Sonne. Als wir zum Auto zurückkehrten, war der Akku zu 100% gefüllt und wir nahmen den letzten Abschnitt des Weges in Angriff. Bald waren wir in Münzesheim und ich verabschiedete mich von Matze.

Und dann rollte ich nach fünf Wochen Reisezeit und fast 10.000 Kilometern auf der Straße wieder in Knittlingen ein. In dieser Zeit habe ich viel gesehen und viel erlebt. Ich bin dankbar für meinen Freundeskreis und jeden einzelnen, der mich auf dem Weg begleitet hat. Auch das Gefühl, in Europa freies Reisen zu genießen ist immer wieder schön, wir hatten keinen einzigen Grenzübertritt mit Kontrolle oder sonstige freiheitsbeschränkenden Erlebnisse.
Ich mag das spontane Reisen ohne vorgeplante Route sehr. Wenn man keine Termine einzuhalten hat, kann man sein Reisetempo immer an die aktuelle Situation anpassen und sich Zeit lassen für das, was einem wichtig ist.

Nun ist es aber auch schön, nach Hause zurückzukehren, wieder mal im eigenen Bett schlafen zu können und seine Familie wieder zu sehen.

Danke fürs Mitlesen, wir sehen uns da draußen!

David

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