2020 Tag 1 – Amerlügen

Für den ersten Tag hatten wir uns als Ziel einen mir bekannten Ort ausgesucht – Die Paula Hütte in Liechtenstein. Dies ist eine Schutzhütte die manchen aus dem Home Run Freizeit Video von 2017 bekannt sein dürfte. Bis dorthin wären es 290 km, was eine stolze Tagesetappe darstellt.

Unser erster Zwischenstopp war in Neckartenzlingen, wo wir bei einem alten Bekannten eine Mittagspause eingelegt haben.

Erster Zwischenstopp bei Tom, Marita und Silas

Nach beendeter Pause fuhren wir entspannt weiter, bis wir in Reutlingen in einen Tunnel fuhren und Matti das Licht an seinem Quad anschaltete. Dies resultierte leider darin dass der Motor ausging und er im Tunnel liegen blieb.

Glücklicherweise sind wir während der Fahrt dauerhaft per Gegensprechanlage verbunden, daher können wir solche Probleme schnell kommunizieren.

Nachdem das Quad auf dem Standstreifen zum stehen kam und nicht mehr ansprang, schoben wir es rückwärts wieder aus dem Tunnel heraus in eine Parkbucht direkt vor dem Tunnel. Da schon vor Beginn der Tour Probleme mit der Batterie aufgetreten waren war schnell der Entschluss gefasst eine neue Batterie zu kaufen und einzubauen. In der Nähe war ein Polo Store und nach einer kurzen telefonischen Nachfrage ob die richtige Batterie auf Lager ist habe ich mich auf den Weg gemacht und diese besorgt. Nach dem Einbau sprang das Fahrzeug wieder an und wir setzten unsere Fahrt fort. (Ohne Licht eben :D)

Durch diese Verzögerung hat sich unsere vorraussichtliche Ankunftszeit auf knapp 21 Uhr verschoben, aber wir entschlossen uns den Plan durchzuziehen.

Die nächsten 150 km verliefen ohne Probleme, wir pendelten unsere Reisegeschwindigkeit auf etwa 70 km/h ein was ein angenehmes Tempo ist.

Kurzer Foto-Stop am Bodensee

Als es gegen Ende der Strecke langsam dämmerte und Matti wieder das Licht einschaltete, ging sein Quad beim nächsten Ampel-Stopp wieder aus und ließ sich nicht mehr starten. Wie wir dann herausfanden liegt das erstens an einem Defekt im Lichtschalter, der sich überdrehen lässt und dadurch die Zündung abschaltet und zweitens scheint die Batterie während der Fahrt nicht richtig geladen zu werden wenn das Licht an ist. Ergo: Wir müssen den Rest der Tour ohne Licht fahren. Lesson learned.

Also sind wir den nicht allzu langen Rest der Strecke im Restlicht des Tages gefahren, was auch gut funktioniert hat.

5km vor der Hütte versperrte uns dann eine Schranke den Weg zur Hütte, um die es kein herumkommen gab. Direkt daneben Allerdings liegt glücklicherweise eine große ebene Rasenfläche mit toller Aussicht, wo wir dann direkt unser Zelt aufgeschlagen haben.

Unser Ausblick beim Zeltaufbau

Nach einer warmen Mahlzeit vom Benzinkocher waren wir so müde dass wir uns sofort schlafen legten. In dieser Nacht habe ich gelernt dass Kühe Nachts wohl nicht schlafen, denn direkt um uns herum standen die ganze Nacht vier Kühe die genüsslich Grasten und selbstverständlich die ganze Nacht ihre Glocken erklingen ließen, die sie um den Hals tragen. Matti hat sich darum nicht viel geschert und ist einfach nach zwei Minuten eingeschlafen, bei mir hat es länger gedauert.

Morgen wird unsere Strecke auf jeden Fall kürzer, und die technischen Probleme sollten behoben sein.

Ein entspannter Matti nach einer langen Reise

Soundtrack des Tages, für lange Fahrten:

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