Die Nacht haben wir auf einem ruhigen Parkplatz etwas abseits der Ortschaft verbracht. Dort haben wir ordentlich ausgeschlafen und morgens erstmal einen Verbandswechsel bei Matti durchgeführt, dann etwas gefrühstückt und ein paar Dinge für die Nachversorgung der Wunden in einer Apotheke besorgt. Matti geht es heute um einiges besser, er hat keine Schmerzen und die Wunden sehen gut aus.
Unsere Route führte uns heute zuerst nach Murcia, wo der Supercharger direkt an einem riesigen Shoppingcenter liegt. Ich glaub das ist das größte das ich je gesehen hab – die haben da sogar ne Kartbahn reingebaut! Also haben wir uns dort Zeit gelassen, sind einmal durch das ausufernde Gebäude geschlendert und haben Mittag gegessen. So mit hinsitzen und Maske abziehen und sich unterhalten und Zeit lassen können – Ein tolles Gefühl, das haben wir echt vermisst in letzter Zeit. Und lecker war es obendrein!

Bis wir dort fertig waren, war der Akku auch schon wieder knallevoll und wir haben die nächste Teilstrecke auf uns genommen. Der Weg führte uns Richtung Granada, dort befindet sich der vorletzte Supercharger vor unserem Ziel. Und als wir so an Granada vorbeifuhren und die Sierra Nevada im Hintergrund sahen, wussten wir schon dass uns früher oder später der Weg definitiv auch noch bergauf führen wird. Davon also die nächsten Tage noch mehr an dieser Stelle.
Uns begleitete heute den ganzen Tag über die Sonne, nachmittags kletterten die Temperaturen über 30 Grad. Da ist man dann froh wenn man am Supercharger ein Dach überm Kopf hat, und noch mehr freut man sich wenn dieses Dach auch noch mit Photovoltaikmodulen bestückt ist die einen Teil der Energie liefern, die uns durchs Land befördert.

Was dann auch auf uns zukam, war der letzte Supercharger-Stop am südlichsten Supercharger Europas in Fuengirola. Dieser befindet sich in der Tiefgarage eines Hotels, das umgeben ist von Hotels und Mietwohnungen und Hotels und Apartments und immer noch mehr Hotels. Kein schöner Ort also, aber für uns notwendig. Dort stellten wir unser Auto an den Lader und gingen zu Fuß ein Stück Richtung des nahegelegenen Meeres, nur um festzustellen dass dort die Aussicht durch eine Baustelle eines weiteren Hotels getrübt wird. Schade!


Und dann war es soweit: Der letzte Teilabschnitt der Reise stand bevor, das Ziel vor Augen fuhren wir los, erlebten unterwegs einen tollen Sonnenuntergang und kamen glücklich an unserem Zielort an: Tarifa. Wir wagten einen kleinen Abstecher zum Strand, aber da es bereits dunkel und zudem sehr windig war, beschlossen wir die genauere Erkundung auf morgen zu vertagen.

Für diese Nacht haben wir uns auf einem Campingplatz eingebucht damit wir mal duschen können, hier gibt es einen Supermarkt um unsere Vorräte aufzustocken und sogar einen eigenen Zugang zum Strand. Und selbstverständlich ist das nicht irgendein Campingplatz, sondern der südlichste Campingplatz Europas!
Morgen werden wir den Tag hier in der Gegend verbringen ohne viel zu fahren, mal sehen was uns so einfällt. Nun brauchen wir erstmal eine Mütze Schlaf.
Track of the day:
Weils einfach ein Banger ist
