Tag Vier ¦ Lettland – Riga

Erwachen an der Düna

Nach dem Erwachen auf „unserer“ Insel in Riga kochten wir erstmal einen Kaffee und genossen noch etwas die Aussicht aufs Grüne, die einem dieser Rückzugsort bietet. Muss toll sein, als Bewohner der Stadt einen solchen Ort in unmittelbarer Nähe zu haben. Dann fuhren wir in die Innenstadt, wo wir uns nochmals mit Marco trafen, mit dem wir dann den großen Markt in den Zeppelinhallen erkundeten. Dort gab es allerlei zu sehen, viel Fleisch, Fisch und Käse, aber auch Honig, Backwaren, Gewürze, Obst, Gemüse und Kleidung, Haushaltswaren und sonstiges. Es herrschte ein buntes Treiben mit allerlei Menschen die hier ihre Einkäufe tätigen, der Markt findet täglich statt von 8 bis 18 Uhr, und anscheinend gibt es täglich bis zu 100.000 Besucher.

Der Markt in den Zeppelinhallen

Dann haben wir uns noch jeder einen Becher des hier beliebten Getränks Kvass geholt, einer Art Mischung aus Malzbier und Radler, und schließlich noch in einem Foodcourt etwas gegessen.

Unser MIttagessen
Abschied von Marco

Dann hieß es Abschied nehmen von Marco, denn wir wollten weiterziehen und er wird sich morgen wieder in den Sattel schwingen und weiter radeln, bis er sein Ziel in Helsinki erreicht.

Unser Ziel war jetzt erstmal das Meer, also fuhren wir raus aus Riga und passierten bald die Brücke nach Jūrmala, einer Stadt auf einer vorgelagerten Landzunge, deren Befahrung eine kleine Maut kostet. Dafür sind dann die örtlichen Parkplätze kostenfrei und wir steuerten einen direkt am Strand an. Dort sollte sich eine kostenlose Ladesäule befinden, leider war die jedoch außer Betrieb. Die nächsten Stunden verbrachten wir dann am Strand und genossen die strahlende Sonne und die Meeresbrise. Ins Wasser gingen wir nicht, da am Strand ein Schild hing dass vom Baden abgeraten werde.

Der Sandstrand bei Jūrmala

Nach dem Sonne tanken machten wir eine Lagebesprechung und fuhren wieder in Richtung Riga, wo wir den örtlichen Supercharger besuchten. Der ist immer gut belegt und hat die Eigenheit, dass er seit einiger Zeit schon nur einen Teil seiner eigentlichen Leistung liefert, weshalb tagsüber gerne ein kleiner Stau entsteht. Als wir dort ankamen, waren alle Plätze belegt und vor uns warteten noch mehrere andere darauf, laden zu können. Als wir gerade unsere Möglichkeiten evaluierten, kam ein Mann auf uns zu und fragte uns wie voll wir laden wollen würden, um abzuschätzen ob er hier bleiben oder weiterfahren würde.

Es stellte sich dann heraus, dass er Lukas heißt, ein deutscher Teslafahrer ist und es entwickelte sich ein langes Gespräch über unser Ziel und unseren Plan und wir bekamen noch einige gute Tips für Ladestationen und Schlafplätze auf dem Weg nach Tallinn, denn er ist aktuell für seinen Ph.D. in Riga an der Universität und hat die letzen Wochenenden schon einige Ausflüge in die Umgebung gemacht.

Durch das Gespräch verging die Wartezeit flott und wir waren an der Reihe mit Laden. Nach dem anstecken gingen wir noch ins nebenstehende Einkaufszentrum, um uns mit einem abendlichen Snack und frischem Wasservorrat einzudecken. Nach erfolgter Ladung fuhren wir schließlich noch eine Stunde die Küste richtung Norden hoch, wo wir perfekt zum Sonnenuntergang an einem Parkplatz direkt am Strand ankamen. Dort errichtete Dennis sein Zelt am Strand, in dem er die Nacht schlafen wird und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Unser Stellplatz für die kommende Nacht

Morgen geht’s weiter nach Tallinn.

Bis dahin.

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