Auch heute begann der Tag wieder mit einem gemütlichen Kaffee, diesmal am Strand vor Dennis‘ Zelt.

Morgendlicher Strandgenuss
Als dann alles zur Abfahrt bereit war stellten wir fest, dass es mal wieder echt eng werden würde mit dem Strom im Akku, wir hatten 120km zurückzulegen mit 27% Restakkustand und beschlossen, dass wir einfach mal losfahren und den Verbrauch im Auge behalten. Gesagt, getan gings los und schon bald bemerkten wir, dass es gut möglich wäre wenn wir gemütlich eine konstante Geschwindigkeit fahren. Also stellten wir den Autopilot auf 70km/h und fuhren ganz entspannt über die Straßen, die mittlerweile immer mehr durch Wälder führten und die Felder wichen immer weiter Futterwiesen mit Kühen, je nördlicher wir kamen.
Dabei fiel uns auch nochmals auf, wie anders hier die Straßenverläufe sind als bei uns zu Hause: Da es hier keine Hügel, Wälder oder sonstige Hindernisse gibt, denen es beim Bau einer Straße auszuweichen gilt, gibt es sehr einfache, schnurgerade Straßen, die die Ortschaften miteinander verbinden. Oftmals fährt man 3-4km komplett geradeaus, dann kommt ein kleiner Knick in der Straße von vielleicht 10° und danach geht’s nochmals ein paar Kilometer geradeaus. Keine Leitplanken, breite Fahrspuren die auch mal Platz zum ausweichen beim überholen lassen, und Bushaltestellen. Jede Menge Bushaltestellen. An der Autobahn, an der Schnellstraße, überall sind sie verteilt, damit die Menschen in den weitläufig verteilen Bauernhöfen und Siedlungen wenigstens irgendeine Möglichkeit haben, ohne Auto wegzukommen. Oder zur Schule.
Unser Zwischenziel, eine Ladesäule in Pärnu, erreichten wir dann mit knackigen 0,8% Rest im Akku und konnten dort für einen guten Preis den Akku wieder voll füllen. Dabei haben wir noch etwas zu Mittag gekocht und gegessen.

Nachdem sowohl der Akku als auch unsere Mägen wieder voll waren, wollten wir die berühmten Sandstrände des Baltikums noch etwas ausnutzen und fuhren an den Strand von Pärnu, wo wir uns ins Meer stürzten. Bzw. eigentlich nicht, denn der Strand dort war so dermaßen flach, dass man erstmal locker 100m vom Ufer aus ins Wasser laufen musste, bis man überhaupt die Chance hatte zu schwimmen. Aber das Wasser war erfrischend und nach dieser gelungenen Abkühlung machten wir uns auf den Weg das letzte Stück nach Tallinn.

Dort kamen wir gegen 19 Uhr an und parkten in der Nähe der Burg, die wir dann erkundeten, bevor wir durch die sehr schöne Altstadt schlenderten und dort noch in ein Restaurant einkehrten.






Wir schlafen heute auf einem Parkplatz etwas außerhalb im Industriegebiet, von wo aus wir morgen früh um 4:30 Uhr aufbrechen werden, um um 6 Uhr mit der Fähre von Tallinn nach Helsinki überzusetzen.
Bis dahin.

