Heute gab es nochmal Rührei zum Frühstück, dann packten wir unsere Sachen und machten uns auf nach Edinburgh. Bis dorthin war es etwa eine Stunde Fahrt. Da das parken in der Stadt unmöglich oder unfassbar teuer ist, parkten wir am Airport auf einem kostenlosen Park & Ride Parkplatz und fuhren mit der Bahn in die Innenstadt. Leider ging es Dennis die letzten Tage schon nicht ganz gut und heute fühlte er sich schwach und energielos. Darum entschied er sich kurzerhand, wieder zum Auto zurück zu fahren und sich eine Weile schlafen zu legen, um zu regenerieren. Ich hingegen zog los und lief durch die Innenstadt, sah mit die Straßen und die Leute an und aß Fries mit Cheddar. Ich schaute online, was Edinburgh an Museen zu bieten hatte und fand das Dynamic Earth Museum spannend, deshalb begab ich mich dorthin und durchwanderte es. In der Ausstellung ging es um die Entstehung der Erde, die verschiedenen Biome auf unserem Planeten und wie diese sich über die Zeit verändert haben. Es gab sogar einen „echten Eisberg“ in einem gekühlten Raum. War ganz spannend und mit vielen audiovisuellen und interaktiven Elementen gestaltet. Was cool war, war dass ich komplett alleine in der Ausstellung unterwegs war. So konnte ich alles in meinem Tempo ansehen und mir Zeit lassen. Am Ende der Ausstellung gab es noch einen Film im hauseigenen Planetarium, der aber eher auf Kinder ausgelegt war. War aber trotzdem voller interessanter Fakten über die Entstehung der Erde und des ersten Lebens.






Als ich gerade aus dem Gebäude lief und überlegte wie ich weiter machen möchte, klingelte mein Handy und Dennis rief an. Er hatte ein wenig geschlafen und fühlte sich fitter, so dass er zu mir in die Stadt kommen konnte. Nach dieser hervorragender Meldung verabredeten wir uns an einer Tram-Haltestelle und trafen uns dort. Wieder vereint schlenderten wir durch die Altstadt, aßen in einem Pub am Grassmarket und schauten uns die vielen Bars, Restaurants und Geschäfte an. Gegen 20 Uhr machten wir uns auf zum Edinburgh Castle, denn das Highlight des Tages stand noch aus: Wir hatten im Voraus Tickets für das Edinburgh Military Tattoo besorgt, das dieses Jahr sein 75. Jubiläum feiert. Nach der Taschen- und Ticketkontrolle kamen wir schnell auf den Vorplatz des Castle, wo die Tribünen auf uns warteten. Die Show ging etwa 90 Minuten und bot abwechslungsreiche Darstellungen von Militärbands aus aller Welt, darunter natürlich die großen schottischen Dudelsack-Ensembles und die Schweizer Top Secret Drum Corps, die ihre Präzision zur Schau stellten. Jeder Act war untermalt mit Lichteffekten und die Burg wurde durch Projektoren angestrahlt, am Ende gab es eine Drohnenshow und ein kleines Feuerwerk.




Nach der Show fuhren wir mit der fast leeren Tram wieder in Richtung Park & Ride Parkplatz, als am Footballstadium die Bahn plötzlich komplett aufgefüllt wurde. Heute war nämlich auch das Abschlusskonzert von ACDC Europatour in Edinburgh statt und auch diese Konzertgänger hatten in Scharen auf dem Parkplatz geparkt. Als wir wieder am Auto waren, war es bereits 0:30 Uhr und wir hatten noch eine Stunde Fahrt vor uns, bis wir wieder ab dem Platz waren, den wir an Tag 4 bereits besucht hatten. Wir stellen uns zu den dort parkenden Wohnmobilen und gingen zu Bett. Morgen wollen wir einen Campingplatz anfahren. Bis dahin.
