Unser erster ordentlicher Tag auf dem Wasser steht vor der Zelttüre. Yoa stolziert traditionsgemäß über den Lagerplatz und lässt die Mokkakanne aufheulen – endlich wieder Kaffee umgeben vom seichten Plätschern des Sees. Wir frühstücken Müsli und packen anschließend unsere blauen Tonnen. Finn ist es ein besonderes Anliegen, dass das Bier fachgerecht gelagert wird.


Dann stechen wir in See. Der Morgen ist fast windstill. Ruhig gleiten wir mit den Kanus über das Wasser. Wir kommen gut voran. Immerhin müssen wir heute auch eine Ländergrenze überqueren, denn der See liegt sowohl in Schweden als auch in Norwegen. Wir fahren durch eine Seeenge zwischen Insel und Festland und gehen schließlich an Land. Aber nicht um zu rasten, oh meine teuren Freunde, nein. Wir gehen an Land, um Pfifferlinge und Blaubeeren zu ernten. Das erstere Vorhaben ist ein voller Erfolg. Wir finden mehr Pfifferlinge als je auf einem Schwedentrip zuvor. Schon nach kurzer Suche haben wir zwei Töpfe gefüllt. Für die Blaubeerernte stehen die Dinge anders. Keine einzige karge Beere hängt an den traurigen Blaubeerbüschen. Ist die Saison schon vorbei? Ist es ein schlechtes Jahr für Blaubeeren? Hat Schweden sich verändert? Fragen ohne Antworten.
Am Nachmittag gehen wir auf Lagerplatzsuche. Wir sind kurz davor, uns mit anderen Deutschen um eine Schutzhütte zu prügeln, dann findet unsere Expeditionsgruppe aber eine traumhafte Insel, die folgende Kriterien erfüllt:
– ausreichend Zeltplätze für die Gruppe (5 Stück).
– windgeschützte Feuerstelle
– Badezugang







Wir hüpfen nach Ankunft direkt in den See und erfrischen die müden Muskeln. Anschließend wird in der Hängematte gefaulenzt, Wizard gespielt und gelesen. Abends macht Matze eine Gnocchipfanne mit Tomaten-Sahnesauce. Das Essen ist ein richtiger Banger und alle sind hellauf begeistert. Mit zwei IPAs runden wir den Abend ab, sitzen gemütlich am Lagerfeuer und dann geht’s ins Zelt. Ein würdiger Kanutag im idyllischen Schweden.
