Dies ist der Nachfolgeblog zu „Die nordischen Nomaden“, der epischen Reise von Dennis und mir.
Die kommenden zwei Wochen werde ich mit einer Gruppe von Freunden verbringen, die aus allen Ecken der Erde nach Göteborg anreisen. Es folgt eine kleine Übersicht:
Heute von zu Hause aus mit dem Flugzeug angekommen sind Felix, Julian, Tim und Nadine.
Übermorgen früh kommt Matze mit dem Zug aus Flensburg, wo er bei Freunden zu Besuch war.
Übermorgen am Abend dann kommen Yoa und Mieke aus Wien mit dem Zug angereist, die zuvor von Nepal nach Wien geflogen waren.
Und am Tag darauf folgt schließlich noch Finn, der direkt aus Kanada anfliegt und in Oslo landet, von wo aus er sich direkt zum Kanuverleih begibt.
Dann sind wir zu neunt und somit vollzählig für den Trip.
Für die kommenden Blogbeiträge wechseln wir uns mit dem schreiben ab und jeder von uns schreibt mal an einem oder zwei Tage. Alle Inhalte also ohne Gewähr.
Nun folgt aber ein Tag an dem es zwei Einträge gibt, und zwar weil an dem Tag die Truppe mit Nadine, Tim, Felix und Julian bereits in Göteborg anwesend war, ich jedoch noch allein unterwegs war. Hier also der Tag aus meiner Sicht:
Nachdem ich Dennis am Flughafen abgesetzt hatte, fuhr ich nach Jönköping und besuchte die „Elmia Lastbil“, die größte Nutzfahrzeugmesse Skandinaviens. Als Schüler bekommt man dort freien Zutritt und das wolle ich ausnutzen. Hier ein paar Eindrücke davon.
Nachdem ich dort ein paar Stunden verbracht und ausgiebig die vielen Maschinen und Anbaugeräte bestaunt hatte, fuhr ich dann am späten Nachmittag in Richtung Ullared, wo ich auf dem Weg noch den größten Supermarkt der Welt besuchen wollte. Nicht weil ich irgendwas speziellen benötigte, sondern einfach um es mal gesehen zu haben. Dort angekommen suchte ich mir einen der 3200 Parkplätze und ging in Richtung Eingang, wobei ich schon an mehreren Restaurants, Imbissen und dem angebauten Sexshop vorbeikam. Im Markt selbst dann ging ich an den Türmen aus Einkaufskörben vorbei und schnappte mir eine der Lagekarten, die an der Infotafel auslagen. Nach einer kurzen Orientierungsphase stapfte ich los und erkundete die unendlich erscheinenden Flure zwischen den Regalen, die Schachbrettartig durch Buchstaben- und Zahlenkombinationen gekennzeichnet sind. In dem ganzen Koloss gezielt etwas zu finden, wenn man vorher noch nie hier war erwies sich dann als echt schwierig. Und teilweise gibt es auch noch Rolltreppen die in obere und untere Nebenetagen führen, was noch verwirrender sein kann. Bis ich dann schließlich die Outdoor-Abteilung im Untergeschoss erreicht hatte, war ich schon entlang von tausenden Regalen und zehntausenden Artikeln gewandert, und das was ich in der Abteilung wollte hatte es schließlich nicht mal. Zum Schluss schaute ich noch im Obergeschoss vorbei und staunte nicht schlecht, als ich inmitten von Christbaumkugeln, Weihnachtsmännern und Tannenbäumen herauskam. Neben der dauerhaften Weihnachtsabteilung gibt es hier auch das ganze Jahr über Halloweenkostüme und Osterartikel. Toll.




Nach diesem erlebnisreichen Tag war ich hungrig und holte mir vor dem Supermarkt eine Pizza, die ich unterwegs bei einer kleinen Pause verspeiste. Der Rückweg nach Göteborg war dann nicht mehr lange und dort machte ich mich direkt auf den Weg zum Hostel, indem die Anderen untergebracht waren. Wir begrüßten uns und redeten ein wenig, außerdem konnte ich noch im Hostel duschen. Irgendwann in der Nacht verließ ich die Gruppe dann und machte mich auf ans Meer zu einem Parkplatz an einem kleinen Hafen, den ich mir für die Nacht ausgesucht hatte. Dort angekommen sah ich in der Ferne auf dem Wasser Blitze übers Meer zucken und kurze Zeit später traf ein ordentlicher Sturm auf die Küste, der ganz schön an meinem Auto wackelte und den peitschenden Regen gegen die Scheiben trommeln ließ. Ich beobachtete eine Weile lang die Naturgewalt und die tanzenden kleinen Boote, die im Hafen auf- und niederhüpften, bis ich irgendwann einschlief.
