Heute wachten wir das erste Mal seit ein paar Tagen wieder im Sonnenschein auf und waren erstaunt darüber, wie viele Camper über Nacht auf dem Parkplatz dazu gekommen waren. Wahrscheinlich waren das die Reisenden, die gestern die späte Fähre bekommen hatten und irgendwann mitten in der Nacht hier gelandet waren. Nach einem kurzen Frühstück machten wir eine Lagebesprechung. Bei der legten wir fest, dass wir heute noch nach Schweden fahren und dann die nächsten Tage durch Mittelschweden bis nach Göteborg, wo wir am Donnerstag Abend eintreffen wollen. Wir fuhren los und in der nächsten Ortschaft hielten wir erstmal an einem Supermarkt, wo wir auf die Toilette gehen konnten und ein paar Kleinigkeiten einkauften. Dort bestaunte ich nochmals das reichhaltige Angebot an Lebensmitteln zur Zubereitung von Tacos, Tortillas und Burritos, das hier in jedem Supermarkt zu finden ist. Anscheinend essen die hier gerne mexikanisch.

Dann fuhren wir die erste Tagesetappe und luden am Supercharger in Fauske. Dort suchten wir einen Campingplatz bei dem wir duschen konnten und frisch gesäubert ging es weiter das nächste Stück bis nach Mo i Rana. Bevor wir dort ankamen, bestellten wir Pizza zur Abholung vor und holten diese an der Pizzeria ab. Dann fuhren wir zum Lader und aßen während der Ladepause. Dabei schmeckte die Pizza besonders gut in Anbetracht des Preises, der nach den saftigen Preisen auf den Lofoten und unter Berücksichtigung von 20% Studentenrabatt geradezu günstig war. Deshalb gönnten wir uns auch direkt jeder eine große Pizza, um auch am Abend und morgen noch davon zehren zu können.

Nach der mittäglichen Stärkung und dem Verpacken der Pizzareste waren wir bereit für den nächsten großen Streckenabschnitt. Nach kurzer Zeit kamen wir über die unspektakuläre schwedische Grenze und weiter ging es über die Europastraße 12 durch Wälder, vorbei an Seen und Wildwasserflüssen. Hier war es nun wieder voll bewaldet und zu den Birken gesellten sich jetzt auch wieder Kiefern und Fichten. Je weiter man ab hier in den Süden kommt, desto diverser wird der Wald. Auch der erste Elch ließ sich hier am Fahrbahnrand blicken, davon erwarten wir in den nächsten Tage noch viele Sichtungen. Das Wetter soll sich jetzt über die nächsten Tage auch bessern, heute war es sehr gemischt und die Nacht soll kalt werden. Nach etwa drei Stunden Fahrt kamen wir schließlich ins schwedische Storuman, wo wir die dortige Ladepause nutzten, um nochmals in einen Supermarkt zu gehen.



Die Nacht verbringen wir auf der malerischen Insel Luspholmen direkt vor Storuman in einem kleinen Wäldchen. Neben uns steht selbstverständlich ein deutscher Van.

Morgen geht’s weiter an die schwedische Ostküste.
Bis dahin.
