Tag Eins ¦ Polen – Kostomłoty

Am Morgen genießen wir in unserem bescheidenen Zuhause noch einmal einen Kaffee und nachdem dann die restlichen Notwendigkeiten ins Auto geladen sind, treten wir den Start der Reise an, die uns zunächst gen Osten der Bundesrepublik führen soll.

Eine besondere Ehre erweist uns bei dieser Fahrt Palmela, die uns (hoffentlich) den ganzen Weg bis zum Nordkap begleiten wird und somit die nördlichste Palme Europas sein wird.

Palmela in ihrem vorübergehenden Zuhause

Die Stimmung ist gut, die Straßen sind frei und nach einer kurzen Frühstücks-Rast bei einem Lidl rollen wir entspannt über die Autobahnen bis wir den deutsch-polnischen Grenzübertritt erreichen. Auf der polnischen Seite fahren wir noch etwa anderthalb Stunden bis wir in einem kleinen Dorf in ein Restaurant einkehren, in dem uns eine hübsche junge Dame bedient.

Nicht die hübsche junge Dame

Nach dem guten und günstigen Essen machen wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Supercharger, welcher etwa 20min entfernt liegt. Doch was nach einem einfachen Weg klingt, wird zu einem kleinen Abenteuer: Als wir die Strecke nach Navigationssystem fahren, kommen wir nach kurzer Zeit auf eine Straße, die schon beim einbiegen wie eine Baustelle aussieht und nach einigen hundert Metern stehen wir vor einer „Straßensperre“, die einfach aus einem aufgeschütteten Kieshaufen besteht. Ohne Schilder oder sonstige Vorwarnung.

„Straßenabsperrung“ auf polnisch

Also bleibt uns nichts anderes übrig als zu wenden und ein Stück zurück zu fahren. Nach kurzem Blick auf die Karte sehen wir, dass es eine kurze Umgehung zu geben scheint, der wir folgen. Die menschenleere Straße führt über die riesigen Felder, die hier überall die Landschaft dominieren in die nächste Wohnsiedlung. Dort biegen wir dann ab auf eine „Straße“, die uns ein wenig an unseren Trip vor zwei Jahren in Albanien erinnert, denn es ist eher eine grob befestigte Schotterpiste als eine Straße.

Auf Abwegen

Nachdem auch dieses Element des Hürdenlaufs überwunden ist, fahren wir weiter und kommen auch bald am Supercharger an, der nun allerdings voll belegt ist und vor dem schon drei weitere Tesla warten um laden zu können. Das ist nun also das erste Mal in über 100.000km Teslafahren in ganz Europa, dass ich jemals an einer Ladesäule warten muss, bis ich dran komme. Bei der Routenplanung des Trips haben wir bereits im Voraus gesehen, dass es gerade in Osteuropa noch ein paar Lücken gibt im Ladenetzwerk von Tesla und die bestehenden Standorte wie dieser hier eher klein sind mit nur vier Ladeplätzen. Da wir allerdings keinen Zeitdruck haben sehen wir das gelassen und vertreiben uns die Wartezeit mit einer Folge Breaking Bad. Nach etwa einer Stunde inklusive Ladezeit fahren wir mit vollem Akku vom Gelände und parken ganz in der Nähe an einer verlassenen Straße, um dort zu nächtigen. So geht unser erster Tag zu Ende und wir freuen uns sehr auf die kommende Zeit und auf alles, was wir erleben werden.

Bis dahin.

Nach oben scrollen